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Termin: 25.03.2026, 16:30-18:00 Uhr: “Johann Joseph Fux und die Steiermark”, Ao.Univ.Prof. Mag.art. Mag.phil. Dr.phil. Klaus Hubmann, Kunstuniversität Graz
Johann Joseph Fux, der auf seine Herkunft durchaus stolze Bauernsohn aus Hirtenfeld bei Graz, wirkte mehr als die Hälfte seines Lebens als hochangesehener kaiserlicher Hofkomponist und -kapellmeister in Wien und bekleidete somit eines der höchsten musikalischen Ämter Europas. Im Mittelpunkt der Vorlesung steht die Aufführung seines Componimento da Camera per musica „Orfeo ed Euridice” nach einem Libretto des kaiserlichen Hofdichters Pietro Pariati während der Erbhuldigung für Kaiser Karl V. 1728 in Graz. Thematisiert werden u. a. auch Herkunft und frühe Ausbildung in St. Marein und Graz sowie seine Bedeutung als Musiktheoretiker und Komponist für Kirche, Kammer und Theater. Wesentliche Bemühungen seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhundert, sein musikalisches Schaffen einer interessierten Zuhörerschaft bekannt zu machen, werden ebenso vorgestellt und erörtert.
Die Vorlesung wirf einen facettenreichen Blick auf das Phänomen theatraler (Re-)Präsentation im steirisch-innerösterreichischen Geschichtsraum über zwei Jahrtausende. Reale Theatergebäude – das antike Amphitheater in Flavia Solva ebenso wie das italienische Opernhaus am Tummelplatz oder das 1776 (!) eröffnete Schauspielhaus – sollen dabei ebenso vorgestellt werden wie bemerkenswerte Aufführungen (etwa ‚Orfeo ed Euridice‘ des Hofkapellmeisters Johann Josef Fux) oder konkrete Bühnenstars (wie Johann Nestroy, der vor 200 Jahren seine Karriere als Komiker in Graz begann). Der Theaterbegriff soll aber nicht nur gegenständlich, sondern auch metaphorisch-systemisch erfahrbar werden: als Chiffre für berühmte Sammelunternehmen (wie das ‚Theatrum orbis terrarum‘) oder auch als Umschreibung für ‚theatrale‘ Inszenierung in verschiedenen Feldern. Dementsprechend werden auch kartographische Repräsentationen der Steiermark, Gerichts- und Sportspektakel oder Inszenierungen von Glaubensritualen, politischer Macht und Weiblichkeit u.a.m. ihren Platz finden.